Infobrief 27: Warum Freunde von Prokon?

Seit zwei Monaten habe ich keine Infobriefe mehr geschrieben. Ich habe meine gesamte frei verfügbare Energie für den Aufbau der Organisation "Freunde von Prokon" eingesetzt. www.freundevonprokon.de

Meine Kreativität und meine Ideen sind in dieses Projekt geflossen. Jetzt spüre ich, dass die Zeit gekommen ist, mich auch auf das Projekt "Infobriefe" wieder einzulassen. Die neuen Themen sind wieder da. Für mich hängen beide Projekte zusammen. Beide sind Ausdruck meines Verständnisses von Andersleben.

Die Infobriefe beziehen sich auf das Verstehen der eigenen Person und auf das Leben in unseren sozialen Zusammenhängen. Die Vision der Firma Prokon hat mich interessiert. Viele Menschen wollen das Geld, das wir nicht unmittelbar zu Leben verbrauchen, sinnvoll einsetzen, nämlich für die notwendig gehaltene Energiewende und nicht zur Stärkung der Großbanken, die an den meisten Windparks beteiligt sind. Was mich besonders fasziniert, wie viele Menschen sich für ein solches Projekt einsetzen, weil sie bewusst den Konflikt zwischen dem persönlichen Interesse an Mehrgeld und dem gemeinschaftlichen Interesse auflösen wollen. Unter dem Dach der Freunde von Prokon haben wir uns zusammen gefunden, um für diese Ziele ehrenamtlich einzutreten und ein neues Prokon (mit)zugestalten. Ob es uns gelingt, mag dahingestellt sein. Aber in der Gemeinschaft, die dort entsteht, fühle ich mich sehr wohl und es macht mir Freude, auch auf diesem für mich ungewöhnlichen Feld Verbindungen zu knüpfen. Soweit ich weiß, hat es noch nie zuvor eine solche Art der Organisation von Geldgebern für ein Unternehmen gegeben.

Wenn ich die psychologischen Prozesse bei den Freunden von Prokon, in den Anderslebengruppen, unter den Lesern von Jiddu Krishnamurti, bei meinen Patienten und bei meinen Freunden und schließlich bei mir selbst betrachte, drängen sich immer mehr die Fragen auf: Ist es möglich, dass wir die Tatsache, dass wir mit allem verbunden sind, auch in der Gemeinsamkeit fühlen können? Dann würden wir sie vermutlich beim nächsten mitmenschlichen Sturm des Gegeneinanders nicht mehr zerstören. Kann wohl ein Netzwerk von Menschen in gelebter und erlebter Verbundenheit entstehen, wenn wir immer weniger um uns selbst kreisen und immer mehr gemeinsam handeln?

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28.03.2014

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